Aiki Jiu Jitsu

Abwehrtechnik - Uke waza

Prinzipiell unterscheiden wir zwei Arten der Abwehr:

die Blocktechniken (Uke waza) und die Fegetechniken (Nagashi waza).

Ausholbewegungen vermeiden wir, weil sie Zeit kosten und unserem Gegner die Abwehr verraten.

Bei allen Abwehrtechniken achten wir unbedingt auf die Hüftdrehung.

Blocktechniken dienen uns zum Stoppen einer Angriffsbewegung durch hartes Schlagen oder Stoßen. Die Hüftdrehung dient uns hier wie bei den Atemi hauptsächlich zur Beschleunigung und somit zur Vergrößerung der Härte des Blocks.

Vorteile der Blocktechnik:

Durch die Härte des Blocks können wir den Gegner schon stark beeindrucken, verletzen, unter Umständen kampfunfähig machen.

Nachteile der Blocktechnik:

Viele Blocktechniken sind gegen ansatzlose, geradlinige schnelle Angriffe zu langsam, deswegen nur geeignet gegen Angriffe, die wir kommen sehen.

Ein harter Block verlangt viel Konzentration und Körpereinsatz. Deswegen ist es schwer, gleichzeitig anzugreifen. Meist entsteht eine kurze Handlungspause, die der Gegner nutzen kann, um weitere Treffer zu landen.

Fegetechniken dienen uns zum Umlenken einer Angriffsbewegung, wodurch wir die Deckung des Gegners öffnen und ihn aus dem Gleichgewicht bringen. Die Hüftdrehung dient uns hier hauptsächlich als schnelle Meidbewegung aus der Angriffsenergie.

Durch Rotation von Hand und Unterarm um die eigene Achse kann die Angriffsbewegung zusätzlich beschleunigt werden.

Die Hand öffnen wir, spreizen aber die Finger nicht !

Vorteile der Fegetechnik:

Das Fegen verlangt von uns ein Minimum an Kraftaufwand, es ist schnell und relativ sicher anwendbar.

Nachteile der Fegetechnik:

Der Gegner ist durch das Nicht-Treffen höchstens überrascht, noch nicht beschädigt.

Wir müssen deshalb gleichzeitig mit der Abwehr angreifen, z.B. schlagen.

Oder das Fegen ist bereits der Beginn unserer Verteidigungstechnik, z.B. Teil eines Wurfeingangs.