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Wurftechnik - nage waza
Mittels Wurftechniken bringen wir unseren Gegner mit großer Wucht zum Aufschlagen mit größeren Anteilen seines Körpers auf dem Boden oder umherstehendem Inventar. Dabei entstehen Schäden vor allem an Muskeln, Skelett und Kopf, was den Gegner in seinem Übermut bremsen soll.
Die Techniken sind hier so beschrieben, dass der Gegner auf die Seite oder den Rücken fällt, um unsere Trainingspartner zu schonen. Wenn es um unser Leben geht, kann der Gegner statt dessen auch auf der Schulter oder dem Kopf landen.
Bei keiner der bisher genannten Technikgruppen ist das Brechen des Gleichgewichtes so wichtig wie bei der Wurftechnik.
Auch einen großen und starken Gegner können wir leicht werfen, wenn sein Körpermitte erst einmal aus dem Lot, das heißt möglichst weit in irgendeine Richtung zu seiner Standfläche verschoben ist.
Wie aber bringen wir einen Gegner aus dem Gleichgewicht?
1. Durch eine Atemi- Technik oder / und eine Hebeltechnik bringen wir den Gegner in die gewünschte Wurfrichtung. Mit einer Technik zu Kopf oder Hals bringen wir den Gegner nach hinten, mit einer Technik zur Körpermitte oder nach unten nach vorne aus dem Gleichgewicht.
2. Wir nutzen die Angriffsenergie des Gegners aus, indem wir sie nicht abstoppen sondern weiterführen und umlenken. Ist der Gegner in einer Vorwärtsbewegung, brechen wir sein Gleichgewicht durch Zug nach vorne, je nach Technik lenken wir nach unten, zur Seite oder in eine Drehbewegung um. Ist der Gegner in einer Rückwärtsbewegung, schieben wir ihn nach hinten und lenken ihn zusätzlich in die gewünschte Richtung.
Wichtig beim Werfen ist das richtige Timing. Sind wir zu voreilig oder zögern wir zu lange, befindet sich der Gegner noch bzw. wieder im Gleichgewicht, und wir werden leicht gekontert.
Wir müssen entschlossen und mit möglichst engem Kontakt in den Gegner hinein gehen und mit vollem Körpereinsatz explosiv arbeiten. Stehen wir zu weit vom Gegner weg, sind wir zu schwach, um seinen ganzen Körper zu bewegen.
Bei fast allen Techniken brechen wir das Gleichgewicht in zwei entgegengesetzte Richtungen, z.B. oben nach hinten unten und unten nach vorne oben.
Nach der Wurftechnik setzen wir die Verteidigung je nach Aktivität des Gegners mit Atemitechniken, Festlegetechniken, Transporttechniken oder Erste- Hilfe- Maßnahmen fort.
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